Vorbereitungsklassen (VKL)

Seit dem Schuljahr 2016/17 gibt es auch an der Wolfbuschschule zwei internationale Vorbereitungsklassen (VKL). Neben der Vorbereitungsklasse in der Primarstufe gibt es eine weitere in der Sekundarstufe.

In Vorbereitungsklassen sind Schüler/innen, die neu in Deutschland sind und noch kein oder zu wenig Deutsch können. Darum haben die VKL auch keinen ’normalen‘ Stundenplan mit verschiedenen Schulfächern und Lehrern, sondern sie lernen überwiegend Deutsch bei nur einem Lehrer oder einer Lehrerin.

In den VKL werden Kinder, welche die deutsche Sprache noch nicht ausreichend können, sprachlich so gefördert, dass sie schnellstmöglich erfolgreich am Unterricht der Regelklassen teilnehmen können.

Die VKL 1 in der Grundschule besuchen in der Regel schulpflichtige Kinder aus den Klassenstufen 2-4. Die Größe und Organisation variiert zum Teil stark. An der Wolfbuschschule werden die Schüler in einem eigenen Klassenverband mit bis zu 24 Kindern unterrichtet. Hierfür stehen ihnen 18 Stunden in der Woche zur Verfügung. In diesen Stunden wird vorrangig Deutsch gelernt. Die Bewahrung und Verbindung mit der jeweiligen Muttersprache soll jedoch auch gewahrt werden.

In der VKL 2 in der Sekundarstufe sind im Schuljahr 2016/17 durchschnittlich achtzehn Kinder. Es waren auch schon 23. Manche ziehen während des Schuljahres um, andere kommen neu dazu. Diese Kinder kommen aus vielen verschiedenen Ländern, zum Beispiel aus Afghanistan, Griechenland, Italien, dem Irak, Kroatien, Pakistan, Polen und Syrien.

Neben dem Lernen der deutschen Sprache ist in den Vorbereitungsklassen auch wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich im deutschen (Schul-) Alltag zurechtfinden und dass sie die bunte Vielfalt in der Klasse (in der Schule, in Deutschland) kennenlernen, akzeptieren und im besten Fall auch mögen.

In Fokus stehen hierbei vor allem alltägliche Sprachsituationen (Begrüßungen, Fragen und Antworten, Lebensmittel, Kleidung, Schulmaterial…) und Sachunterrichtsinhalte (Jahreszeiten, Feste, Wochentage, Uhr…), um den Schülern den raschen Übergang in die Regelklassen und die bestmögliche Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Der Übergang in die entsprechenden Regelklassen wird individuell und sukzessiv vollzogen. Fächer, in denen die Sprache nicht alleine im Vordergrund steht (beispielsweise Sport oder Kunst), erleichtern den Einstieg in die Regelklasse. Die Stunden können sowohl zusätzlich vergeben als auch im Stundenplan integriert werden. Die Klassenstufe, in die der Schüler eingegliedert wird, wird in Absprache der Schulleitung mit der VKL-Lehrerin festgelegt.

Die VKL arbeitet sehr intensiv mit ehrenamtlichen Helfern, derzeit dem Flüchtlingskreis Weilimdorf, den Sozialarbeitern der EVA, Dolmetschern und zusätzlichen Organisationen (beispielsweise Hausaufgabenbetreuung) zusammen.

In der VKL ist eine emotionale Bindung zu den Schülern besonders wichtig. Kinder, die emotional sehr stark belastet sind, sollen sich in der Schule und auch in weiteren Organisationen aufgehoben und angenommen fühlen. Die Zusammenarbeit und die Kooperation mit anderen Organisationen ist deshalb von Bedeutung für den Integrationsprozess.