Vorbereitungsklassen (VKL)

Seit dem Schuljahr 2016/17 gibt es auch in der Grundschule der Wolfbuschschule eine internationale Vorbereitungsklasse (VKL).

In Vorbereitungsklassen sind Schüler/innen, die neu in Deutschland sind und noch kein oder zu wenig Deutsch können. Darum haben die VKL auch keinen ’normalen‘ Stundenplan mit verschiedenen Schulfächern und Lehrern, sondern sie lernen überwiegend Deutsch bei nur einem Lehrer oder einer Lehrerin.

In den VKL werden Kinder, welche die deutsche Sprache noch nicht ausreichend können, sprachlich so gefördert, dass sie schnellstmöglich erfolgreich am Unterricht der Regelklassen teilnehmen können.

Die VKL 1 in der Grundschule besuchen in der Regel schulpflichtige Kinder aus den Klassenstufen 2 – 4. Die Größe und Organisation variiert zum Teil stark. An der Wolfbuschschule werden die Schüler in einem eigenen Klassenverband mit bis zu 24 Kindern unterrichtet. Hierfür stehen ihnen 18 Stunden in der Woche zur Verfügung. In diesen Stunden wird vorrangig Deutsch gelernt. Die Bewahrung und Verbindung mit der jeweiligen Muttersprache soll jedoch auch gewahrt werden.

Neben dem Lernen der deutschen Sprache ist in den Vorbereitungsklassen auch wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich im deutschen (Schul-) Alltag zurechtfinden und dass sie die bunte Vielfalt in der Klasse (in der Schule, in Deutschland) kennenlernen, akzeptieren und im besten Fall auch mögen.

In Fokus stehen hierbei vor allem alltägliche Sprachsituationen (Begrüßungen, Fragen und Antworten, Lebensmittel, Kleidung, Schulmaterial…) und Sachunterrichtsinhalte (Jahreszeiten, Feste, Wochentage, Uhr…), um den Schülern den raschen Übergang in die Regelklassen und die bestmögliche Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Der Übergang in die entsprechenden Regelklassen wird individuell und sukzessiv vollzogen. Fächer, in denen die Sprache nicht alleine im Vordergrund steht (beispielsweise Sport oder Kunst), erleichtern den Einstieg in die Regelklasse. Die Stunden können sowohl zusätzlich vergeben als auch im Stundenplan integriert werden. Die Klassenstufe, in die der Schüler eingegliedert wird, wird in Absprache der Schulleitung mit der VKL-Lehrerin festgelegt.

Eine Teilintegration in eine passende Regelklasse wird von Anfang an mitgedacht und möglichst schnell umgesetzt, damit die Kinder ihren zukünftigen Klassenlehrer auch schnell kennenlernen. Wenn vorhanden wird ein Pool an Förderstunden individuell zur weiteren Förderung genutzt, wenn die Schüler komplett in die Regelklassen gewechselt haben.

Die VKL arbeitet sehr intensiv mit ehrenamtlichen Helfern, derzeit dem Flüchtlingskreis Weilimdorf, den Sozialarbeitern der EVA, Dolmetschern und zusätzlichen Organisationen (beispielsweise Hausaufgabenbetreuung) zusammen.

In der VKL ist eine emotionale Bindung zu den Schülern besonders wichtig. Kinder, die emotional sehr stark belastet sind, sollen sich in der Schule und auch in weiteren Organisationen aufgehoben und angenommen fühlen. Die Zusammenarbeit und die Kooperation mit anderen Einrichtungen ist deshalb von Bedeutung für den Integrationsprozess.

Im Anschluss an den Unterricht können die Kinder an der Kernzeitbetreuung bis 14.00 Uhr teilnehmen. Die Teilnahme am Ganztag ist nicht möglich.